Erlebtes
| Stilles: |
Die Bevölkerungsgruppe der Senioren, die bei uns nahezu in Abgeschiedenheit und Stille ihren Lebensabend verbringt, meldet sich zu Wort. Leise aber bestimmt tauchen sie auf und fordern Unterschriftenlisten an, um in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Unterschriften zu sammeln. Vor allem die Seniorinnen zeigen sich als tatkräftige Unterschriften Sammlerinnen und nehmen selbst lange Wege in Kauf um an eine Unterschriftenliste zu gelangen. So etwa eine 85jährige "alte Dame", die sich zweimal auf den Weg machte, um in der Gaststätte Ringelbach die Listen zu holen, um sie beim Kaffeekränzchen ihren Freundinnen vorzulegen. Das Sammeln von Unterschriften schafft den Senioren/innen durch ihre selbstgewählte Eigeninitiative eine Möglichkeit zur Kommunikation. Und diese Möglichkeit nehmen sie erfreulicherweise wahr. |
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| Lautes: |
Beim Unterschriftensammeln kommt es immer wieder zu lustigen, aber auch peinlichen Auftritten. So ist der Auftritt eines Gemeinderat Mitgliedes eher in die letztere Sparte einzuordnen, als er beim Befragen seine Unterschrift auf die Liste zu setzen, in grosser, öffentlicher Runde so laut und unsachlich wurde, dass ein Kollege beschwichtigend eingreifen musste, um weitere Peinlichkeiten zu vermeiden. Es scheint so, als ob das Sammeln von Unterschriften bei diesem Menschen ein Angriff auf die gewählten Mitglieder des Gemeinderats, speziell auf ihn selbst darstellt. Das ist ein falsches Verständnis von Demokratie, denn ein Bürgerbegehren ist wohl die demokratischte Sache in einer Gesellschaftsform wie der unseren. |
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| Erstaunliches: |
Über 95% aller Befragten, ob jung oder alt, Befürworter und Gegner des geplanten Kultur- und Kongress Zentrums, haben die Unterschriftenliste unterschrieben und damit deutlich gezeigt, dass ein Bürgerentscheid für das "gemeine Volk" ein wichtiges Mittel darstellt in politische Vorgänge einzugreifen, wenn sie meinen ein Recht darauf zu haben gefragt zu werden. Kann es sein, dass sich die Politiker unseres Gemeinderates zu weit von der Basis entfernt haben und Entscheidungen treffen die persönlich und parteipolitisch geprägt sind, aber nichts mehr mit den wirklichen Bedürfnissen ihrer Wähler zu tun haben? |